Über die Käthe Kruse Puppen GmbH

 

1905

  Käthe Kruse fertigt die erste Puppe aus einem Handtuch, etwas warmem Sand und einer Kartoffel für ihre älteste Tochter Maria.Weitere Eigenkreationen in Stoff sowie zusätzliche Spielzeuge wie ein selbst gebastelter Puppenwagen folgen.

1910

  Teilnahme an der öffentlichen Ausstellung "Spielzeug aus eigener Hand" im Berliner Warenhaus Tietz. Die Käthe Kruse Puppen sind ein sensationeller Erfolg.

1911

  Aufgrund der großen Nachfrage richtet Käthe Kruse eine kleine Werkstätte in ihrer Wohnung im Künstlerhaus in der Fasanenstraße 13 in Berlin ein. Lieferung von 150 Puppen an FAO Schwarz in New York. Kurzzeitiger Vertrag mit dem Spielwarenhersteller Kämmer & Reinhardt zur Fertigung von Käthe Kruse Puppen. Da man künstlerisch keinen gemeinsamen Nenner findest, entschließt sich Käthe Kruse zum Aufbau einer eigenen Manufaktur.

1912

  Gründung der Käthe Kruse Werkstätte in der Friedrichstraße in Bad Kösen. Beginn der Fertigung mit der Puppe I.

1913

  Teilnahme an der Weltausstellung in Gent. Käthe Kruse gewinnt den Grand Prix.

1914

  Patentanmeldung für ein Puppenskelett zur Herstellung von Puppenstubenfiguren.

1922

  Patentanspruch für die Puppe "Schlenkerchen" (auch Puppe II). Die Werkstätte zieht in das größere Gebäude des Bad Kösener "Pädagogiums" in der Friedrichstraße um.

1925

  Käthe Kruse gewinnt den für die Spielzeugbranche wichtigen Kunstschutzprozess gegen die Firma Bing Künstler- und Stoffspielwaren- gesellschaft vor dem Reichsgericht Leipzig.

1928

  Beginn der Schaufensterfigurenproduktion.

1929

  Weltausstellung in Barcelona.

1937

  Weltausstellung in Paris, Grand Prix für Schaufensterfiguren.

1945

  Bad Kösen wird sowjetische Besatzungszone. Warenbeschaffung und Produktion laufen unter schwierigsten Bedingungen weiter. Auf bessere Produktionsumstände hoffend, eröffnet Sohn Max Kruse ein Zweigwerk im Westen, in Bad Pyrmont. Hier wird das Glückskind gefertigt.

1947

  Sohn Michael Kruse eröffnet ein weiteres Zweigwerk in Donauwörth.

1948

  Schließung des Betriebes in Bad Pyrmont und Eingliederung der Zweigfertigung in das Werk Donauwörth.

1950

  Enteignung des Betriebes in Bad Kösen und Umstrukturierung des Werkes zum Volkseigenen Betrieb (V.E.B. Bad Kösen an der Saale). Hier werden noch bis 1967 Puppen produziert. Käthe Kruse übersiedelt nach Donauwörth.

1952

  Michael Kruse wandert nach Südafrika aus und übergibt die technische Leitung des Betriebes an seinen Schwager Heinz Adler (Ehemann von Käthe Kruses Tochter Hanne Adler-Kruse).

1953

  Max Kruse übernimmt als Alleininhaber die Käthe Kruse Werkstätten Donauwörth, die künstlerische Leitung übernimmt seine Schwester Hanne-Adler Kruse.

1955

  Die Firma Schildkröt stellt bis 1962 in Lizenz Käthe Kruse Puppen aus Tortulon her.

1956

  Käthe Kruse erhält das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse

1957

  Gründung der Käthe Kruse-Puppen GmbH mit Heinz Adler als Geschäftsführer, Max Kruse hält 30 Prozent der Anteile, die Firma Schildkröt hält 70 Prozent der Anteile.

1958

  Verlegung der Produktion ins Wohnhaus der Familie Adler-Kruse bis 1964. Vermietung der Werksgebäude in der Alten Augsburger Straße. Die Firma Kalinna in Lauingen kauft die Schaufensterpuppenproduktion und gründet die "Käthe Kruse-Schaufensterfiguren GmbH, für welche Käthe Kruses Tochter Sofie Rehbinder-Kruse weiterhin Köpfe entwirft.

1962

  Hanne Adler-Kruse übernimmt die Firmenanteile ihres Bruders Max Kruse.

1967

  Als künstlerische Leiterin entwirft Hanne Adler-Kruse Spielzeug aus Frottee und entwickelt damit eine neue Produktlinie für Babys und Kleinkinder. Daraus resultiert ein wirtschaftlicher Erfolg und auch die Puppenproduktion kann erweitert werden.

1968

  Tod von Firmengründerin Käthe Kruse.

1975

  Vergrößerung des Werkes.

1976

  Heinz Adler kauft Firmenanteile zurück, er und Hanne Adler-Kruse werden Alleininhaber der Firma.

1979

  Erneuter Anbau an die Werkstättengebäude.

1990

  Übergabe der Firmenleitung an Andrea-Kathrin und Stephen Christenson. Erweiterung der Produktpalette um den Bereich Spielpuppen. Limitierte Reproduktion früherer klassischer Puppenmodelle.

1993

  Gründung des Sammlerclubs "Die Käthe Kruse Familie". Einführung des Bereiches Baby und Kleinkind.

1996

  Launch der Käthe Kruse Kindermode.

1998

  Erwerb der Exklusiv-Lizenz zur Herstellung von Waldorf Puppen.

1999

  Fertigung von Spielpuppen aus hochwertigem Vinyl.

2001

  Produkterweiterung um den Bereich Käthe Kruse Home.

2005

  Wir feiern 100 Jahre Käthe Kruse Puppen seit der Entstehung der ersten Käthe Kruse Puppe zu Weihnachten 1905.

2008

  125. Geburtstag unserer Firmengründerin Käthe Kruse.